Vom Sinn und Unsinn mancher Versicherungen

Geschrieben von am 22. Dezember 2013

Versicherungen gibt es buchstäblich wie Sand am Meer. Geht es nach den Anbietern, braucht natürlich jeder alle Produkte, doch manche Versicherungen sind für die Einen absolut unsinnig, während die Anderen einen wertvollen Schutz erhalten.

Sozusagen eine Grauzone sind private Zusatzversicherungen. Im Grunde genommen lässt sich heute einfach alles versichern. Jennifer Lopez schloss einst eine Versicherungspolice für ihren Po ab. Eine solche Versicherung kommt sicher für den normalen Bürger in Deutschland nicht in Frage, aber für Zusatzversicherungen sind die Meisten offen. Oft werden Zusatzversicherungen zum Schließen von Versorgungslücken der gesetzlichen Krankenkassen genutzt. Beispielsweise kann man sich das Recht auf eine Behandlung vom Chefarzt oder auf ein Einbettzimmer durch den Abschluss einer entsprechenden Krankenzusatzversicherung sichern. Brillenträger verschaffen sich durch eine spezielle Brillenversicherung finanziellen Freiraum. Die beliebteste Zusatzversicherung ist die Zahnzusatzversicherung, da die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen in den letzten Jahren drastisch reduziert wurden. Allerdings gilt vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung immer erst einmal den tatsächlichen Bedarf zu prüfen und außerdem darüber nachzudenken, ob die jahrelange Einzahlung in eine Versicherung vorteilhafter ist, als die Zahlung der Leistung im Ernstfall aus der eigenen Tasche vorzunehmen.

Auf diese Versicherungen kann man verzichten

Nun noch ein Wort zu Versicherungen, auf die man verzichten kann. Ausbildungs- und Reisegepäckversicherungen bieten wenig Leistung für einen hohen Beitrag. Sie kann man getrost beim Aufbau eines passenden Versicherungsschutzes ausklammern. Relativ neu sind Tablet-, Smartphone- und Laptop-Versicherungen, deren Leistungen man äußerst kritisch betrachten sollte. Eine Insassenunfallversicherung ist ebenfalls nur in Ausnahmefällen eine empfehlenswerte Versicherung. Häufig deckt die ohnehin vorhandene Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers etwaige Schäden ab. Eigentlich ist lediglich der Fahrer durch die Insassenunfallversicherung geschützt und zwar bei einem selbst verschuldeten Unfall. Da wäre aber wiederum über eine separate Unfallversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung ein besserer Schutz gegeben.

Die Lebenssituation ist ausschlaggebend für benötigte Versicherungen

Ganz egal, um welche Versicherungen es sich handelt, die Lebenssituation bestimmt darüber, ob sie notwendig ist oder nicht. Deshalb ist es auch wichtig, bei einer Veränderung derselben den Versicherungsschutz anzupassen und sich dann die Frage zu stellen „Was brauche ich neu, was muss verändert werden und auf was kann ich jetzt verzichten?“

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